Über uns

Im Jahr 1903 hatten 44 ledige Burschen ab 17 Jahren den Mut in unserem Dorf einen Verein mit dem Namen "Freier Burschenclub" zu gründen. Ziel war die Durchführung von Veranstaltungen, Zusammenkünften und Festen.

Im Jahr 1904 ging der "Freie Burschenclub" in den Geselligkeitsverein "Germania" über. Schon damals bestand die Führung aus 1. und 2. Vorsitzenden, 1. und 2. Schriftführer, Rechner, Beisitzer, Gerätewart und Vereinsdiener.

Als Veranstaltungen wurden jährlich Kappensitzungen, Fastnachtsmontag und -dienstag, Preiskegeln und -schießen, Ausflüge, Weihnachtsfeiern, Theater- und Tanzveranstaltungen abgehalten. Später kam auch noch die Kirmes hinzu.

In dem Geselligkeitsverein durften damals nur Junggesellen aktiv mitwirken. Heiratete einer, wurde er automatisch passives Mitglied und konnte kein Amt im Verein mehr übernehmen. Der 1. Weltkrieg unterbrach die Vereinsarbeit, die dann erst 1919 wieder aufgenommen wurde.

Im Jahr 1925 drohte dem Verein die Auflösung, hervorgerufen durch eine Anzeige über angeblich unwahre Angaben und Beleidigungen in der Kreppelzeitung. Der Verein konnte jedoch nachweisen, dass für diese Berichterstattung nur 4 Personen verantwortlich gewesen waren. Diese wurden zu einer Geldstrafe verurteilt, die dann der Verein übernahm.

Im Jahr 1929 übernahm der Geselligkeitsverein in eigener Regie die Kirmes in Nuhn´s Garten mit großem Erfolg.

Aber nicht nur frohe Stunden und erfolgreiche Jahre waren dem Geselligkeitsverein beschieden. Es gab auch manche dunkle Stunde und Krise. Vor allem aber waren wir mit eingebunden in das Schicksal unseres Volkes, das gerade in den Jahren unseres Bestehens durch manche Höhen und Tiefen ging. Aber immer wieder fanden sich Männer, die, gerade in den schwierigen Aufbaujahren nach dem 2. Weltkrieg, nicht verzagten und alle Schwierigkeiten überwanden.

Anlässlich der Kirmes 1949 wurde der auf Grund des Krieges aufgelöste Geselligkeitsverein wieder ins Leben gerufen. Die Gründungsversammlung erfolgte am 7. September 1949 im Vereinslokal "Zur Linde".

Der dort gewählte Vorstand stellte damals die Weichen für einen bis heute erfolgreichen Verein. Allerdings ließ das Interesse der Jugend an einer reinen Burschenschaft immer mehr nach. So entschloss sich der Verein im Jahre 1968 nur noch die Bezeichnung Geselligkeitsverein "Germania 03" Lollar e.V. zu führen. Hierdurch wurde es möglich, da der Name "Burschenschaft" wegfiel, dass Verheiratete wieder als aktive Mitglieder aufgenommen werden konnten.

Mitte der 70er Jahre begann der kontinuierliche Ausbau der Aktivitäten in der Fastnacht. Zusätzlich zu dem schon 1951 gegründeten 11er-Rat wurde im Jahr 1975 die Prinzengarde Lollar ins Leben gerufen. Gleichzeitig wurde in der Kampagne 75/76 erstmals in Lollar ein Prinzenpaar vom Geselligkeitsverein gestellt, dem sich bis heute 24 weitere Prinzenpaare hinzugesellten.

Bereits 1 Jahr später gründete sich das Kadettencorps Lollar, aus dem im Laufe der Jahre viele Aktive der Lollarer Fastnacht hervorgingen.

2 weitere Jahre später gründete sich die Tanzgarde Lollar und weitere 5 Jahre weiter wurde die Frauen-Tanzgruppe "Black + White" ins Leben gerufen.

Seit dem Jahr 2002 präsentiert sich die Midi-Tanzgarde "Let´Dance" dem Publikum, und als bisher jüngste Gruppe des Vereins gründete sich im Jahr 2007 die Tanzgruppe "Phoenix".

War es bis 1990 ausschließlich Männern vorbehalten Vereinsmitglied zu werden, beschloss die Generalversammlung in diesem Jahr auch Frauen offiziell in den Verein aufzunehmen. Dies war eine gute und vernünftige Entscheidung. Ob auf oder hinter der Bühne, ob in unzähligen Übungsstunden unserer Tanzgruppen, Kirmesdienste, Vorstandsarbeit oder sonstige Dinge die in der Vereinsarbeit anfallen, ohne die Frauen ist einiges unmöglich.

Eine einschneidende Änderung wurde zum 1.01.2006 vollzogen. Aus dem Geselligkeitsverein wurde der Carnevalverein "Germania" 03 Lollar e.V. Fast alle Aktivitäten werden, nach dem Wegfall der Kirmes, in der Zeit zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch durchgeführt. Somit war die Umbenennung ein logischer Schritt. Gleichzeitig erhielten wir durch die Namensänderung die Gemeinnützigkeit.

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